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Kosten & Finanzierung

Was kostet ein Modulhaus wirklich?

Grundpreis, Nebenkosten und die Positionen, die im ersten Angebot oft fehlen: ein realistischer Überblick über die Gesamtkosten eines Modulhauses.

7 Min. Lesezeit

Schlüsselfertiges Modulhaus mit überdachter Terrasse und Wärmepumpe, wofür der Gesamtpreis eines Modulhauses kalkuliert wird

Ein schlüsselfertiges Modulhaus kostet je nach Größe und Ausstattung zwischen 116.000 € für ein kompaktes Modell wie den Bungalow Calgary (24 m² Wohnfläche) und 285.000 € für das zweigeschossige Haus Highland (68 m²). Der größte Bungalow in unserer Auswahl, der Stockholm mit 78,5 m², liegt bei 235.000 €. Diese Richtpreise gelten schlüsselfertig inklusive Fundament, Lieferung und Montage in Berlin und Brandenburg. Sie sind aber nur ein Teil der Gesamtkosten: Für Erschließung und Baunebenkosten solltest du zusätzlich 10 bis 20 % des Hauspreises einplanen.

Der Grundpreis auf einer Modell-Seite ist damit der erste Anhaltspunkt, aber selten die Zahl, die am Ende auf der Rechnung steht. Wer ein Modulhaus plant, sollte früh zwischen zwei Dingen unterscheiden: dem Hauspreis und den Kosten, das Grundstück bewohnbar zu machen.

Was im Grundpreis meistens enthalten ist

Bei schlüsselfertigen Modulhäusern deckt der Richtpreis in der Regel ab:

  • Die Module selbst (Wände, Dach, Fenster, Türen)
  • Innenausbau in einem definierten Standard (Böden, Sanitär, Elektrik-Grundausstattung)
  • Transport der Module zum Grundstück
  • Kranarbeiten und Montage vor Ort
  • Ein Fundament in Standardausführung (bei unseren Modellen im Richtpreis enthalten)

Das ist der Teil, den Baupartner gut kalkulieren können, weil er unabhängig vom individuellen Grundstück ist.

Was zusätzlich dazukommt und oft unterschätzt wird

Hier entstehen die größten Abweichungen zwischen Wunschbudget und tatsächlichem Gesamtpreis:

Mehraufwand beim Fundament. Ein Standardfundament steckt bei unseren Modellen schon im Richtpreis. Schwierige Böden (Hang, Lehmboden, hoher Grundwasserspiegel) können aber zusätzlichen Aufwand bedeuten. Ein Bodengutachten schafft hier früh Klarheit. Wie das meist eingesetzte Schraubfundament funktioniert, erklären wir in einem eigenen Ratgeber.

Erschließung. Strom-, Wasser- und Abwasseranschluss ans öffentliche Netz. Liegt dein Grundstück direkt an der Straße mit vorhandenen Anschlüssen, bewegen sich die Kosten oft im niedrigen vierstelligen Bereich. Bei Grundstücken am Ortsrand oder im Außenbereich, wo Leitungen neu verlegt werden müssen, können daraus schnell 10.000 bis 30.000 € werden, in Einzelfällen auch mehr.

Baunebenkosten. Baugenehmigung, Vermessung, eventuell ein Statiker, Anschlussgebühren bei den Versorgern. Als Faustregel kalkulieren viele mit 10 bis 20 % des Hauspreises zusätzlich, im Einzelfall abhängig von Bundesland und Kommune.

Außenanlagen. Terrasse, Zufahrt, Gartengestaltung sind im Grundpreis so gut wie nie enthalten, weil sie stark vom persönlichen Wunsch abhängen.

Warum ein “günstiges” Modell trotzdem teurer werden kann

Zwei baugleiche Modelle können am Ende unterschiedlich viel kosten, nicht wegen des Hauses, sondern wegen des Grundstücks. Ein Hanggrundstück mit schwierigem Zugang treibt die Fundament- und Transportkosten stärker als die Wahl des Modells selbst. In der Beratung sehen wir das immer wieder: Nicht das Haus sprengt das Budget, sondern die Erschließung. Deshalb ist die erste Frage im Beratungsgespräch nie nur “Welches Haus gefällt dir?”, sondern auch: Wo steht es, und was bringt das Grundstück mit?

Gibt es Förderung für ein Modulhaus?

Rechne in deiner Kalkulation ohne Förderung. Ob für dein Vorhaben trotzdem ein Programm infrage kommt, klären wir im Einzelfall.

Wie du realistisch kalkulierst

Am ehesten kommst du mit dieser Reihenfolge zu einer belastbaren Zahl:

  1. Grundpreis des Wunschmodells als Basis nehmen. Alle Richtpreise findest du im Modellvergleich. Welche Modelle bis 150.000 € kosten, zeigt der Ratgeber Bungalow schlüsselfertig bis 150.000 €.
  2. Grundstückssituation grob einschätzen: vorhanden, in Aussicht oder noch offen?
  3. 10 bis 20 % Puffer für Erschließung und Baunebenkosten einplanen, bis konkrete Zahlen vorliegen.
  4. Im Beratungsgespräch nachfragen, statt zu raten. Genau dafür ist es da.

Der Richtpreis auf unseren Modellseiten ist deshalb bewusst als unverbindlicher Richtpreis gekennzeichnet: Er ist der ehrliche Startpunkt, nicht das letzte Wort. Den genauen Leistungsumfang und die tatsächlichen Zusatzkosten für dein Grundstück klären wir gemeinsam im persönlichen Gespräch.

Nächster Schritt: Lass uns über dein Vorhaben sprechen. In wenigen Fragen bekommst du eine ehrliche Einschätzung, ob dein Budget zu deinem Wunschhaus passt.

Bereit für den nächsten Schritt?

Lass uns unverbindlich klären, welches Modulhaus zu deinem Budget und deinem Grundstück passt.

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